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Nachwuchs ist immer schön, doch wenn man durch Komplikationen oder Unfälle eine Handaufzucht hat, ist es nicht gerade leicht das Chinchillababy
durchzubekommen. Das größte Problem ist, dass es ständig warm gehalten werden muss, da es sonst sehr schnell auskühlt. Wir halten es dann in einem kleinem Käfig und bestrahlen es mit Rotlicht. Aber die meiste Zeit
halten wir es in unserem Pullover, damit es warm bleibt und unseren Herzschlag hört. Durch diesen schlafen die Kleinen viel tiefer und ruhiger. Ein anderes Problem ist das die Chins dann keine Muttermilch erhalten
können, also muss dafür ein Ersatz geschaffen werden. Am Anfang bekommt es dann alle 2 Stunden, auch in der Nacht, mit Hilfe einer Pipette oder einer Spritze ohne Nadel eine Mischung aus heißem Wasser, Dosenmilch
und Traubenzucker in den Mund. Im Laufe der Zeit werden Schmelzflocken runtergerührt. Mit der Zeit wird immer mehr Wasser und weniger Milch geben, sodass nachher nur noch Wasser gegeben wird. Den Traubenzucker kann
man später auch weglassen, dieser dient ja nur dazu dem Chin Energie zu geben. Die Eingabezeit sollte dann ab 2 Wochen 3-4 Stunden betragen. Diese muss in Laufe der Zeit dann auch immer länger gezogen werden. Damit
das Baby nach dieser ”Breiphase” dann auch normale Nahrung zu sich nimmt, muss man während dessen immer einzelne Pellets, Heu und vielleicht auch mal eine Haferecke anbieten. Am besten zählt man die Pellets ab,
bevor man sie in den Käfig stellt, damit man sieht ob sie gefressen wurden oder nicht. Bei Handaufzuchten kann ihnen niemand die Garantie geben das die Kleinen durchkommen. Es kann auch sein das man denkt das alles
in Ordnung ist und die Chinchillas dann doch versterben. Doch wenn alles gut geht, sieht man dann später fast keinen Unterschied mehr zwischen Handaufzuchten und normalen Geburten. Der einzigste und schönste
Unterschied ist, dass sie immer mehr auf Menschen geprägt sein werden und zutraulicher sind als andere.
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