Schwangerschaft und Geburt Gedeckt werden die Weibchen meist nachts und es ist ganz natürlich, wenn einmal etwas mehr Fell gerupft wurde und im Käfig herumfliegt – dies gehört zum Liebesspiel der Chinchillas dazu. Die Schwangerschaft des Muttertiers ist meist unkompliziert und unauffällig, das Chin nimmt langsam und stetig an Gewicht zu, bis das Gewicht irgendwann stagniert. Gelegentlich kann ein wenig Unruhe und platzverteidigende Aggressivität auftreten, zum Ende der Schwangerschaft hin wird das Tier aber etwas träger und schläft meist mehr als sonst. Die Schwangerschaft dauert regelhaft 111 Tage und die Babys werden vollkommen behaart geboren. Meist öffnen sie sehr schnell die Augen und sind ruckzuck im Käfig unterwegs. Das Fressen der Nachgeburt durch die Mutter wird meist als etwas eklig empfunden, ist aber ein ganz normaler Prozess der Natur, da die Plazenta wichtige Nährstoffe enthält. Meist sind die Würfe bei Chinchillas klein (1-2) und daher oft unkompliziert. Das „Normalgewicht“ eines Neugeborenen liegt bei etwa 40-50g. Sobald die Würfe größer werden, treten auch mehr Komplikationen auf, wie beispielsweise ein niedrigeres Geburtsgewicht. Das Wurfdatum entspricht meist auch dem neuen Deckdatum. Die Geschlechtsreife beginnt mit etwa einem halben Jahr, manche sind natürlich früher oder später reif als andere. Getrennt werden die Jungtiere etwa mit 8 Wochen von den Eltern, das aber auch nur, wenn ihr Gewicht und ihre Größe im Normbereich liegen. Grundsätzlich bekommen die Paare mit Jungtieren etwas mehr Futter, wie beispielsweise jeden Tag Heu und Mischfutter. Da es bei größeren Würfen möglich ist, dass das Muttertier nicht genügend Milch hat, um die niedrigwiegenden Babys adäquat zu versorgen, müssen die Kleinen manchmal mit Hand nachgefüttert werden.  Handaufzuchten Nachwuchs ist immer schön, doch wenn man durch Komplikationen oder Unfälle das Baby von dem Muttertier trennen muss, ist es nicht leicht das Chinchillababy durchzubekommen. Das größte Problem ist, dass es ständig warm gehalten werden muss, da die Gefahr der Unterkühlung stets gegeben ist. Dies kann im Käfig z.B. durch Rotlicht verhindert werden. Ein anderes Problem ist die fehlende Muttermilch. Als Muttermilchersatz  kann hier eine Mischung aus Wasser, Dosenmilch und Traubenzucker dienen. Dieser wird dann mithilfe einer Pipette oder einer Spritze (ohne Nadel natürlich) alle 2 Stunden in den Mund geträufelt. Mit der Zeit werden Schmelzflocken untergerührt, der Wasseranteil erhöht, der Milchanteil erniedrigt und die Zeitabstände verringert. Mit der Zeit kann man auch den Traubenzucker weglassen und um die Umstellung auf feste Nahrung in die Wege zu leiten, abgezählte Pellets (Fresserfolg messbar) und ein wenig Heu in einem Napf anbieten. Leider kann man bei Handaufzuchten nie eine Garantie für das Überleben der Kleinen geben. Sollten die Babys allerdings überleben, erkennt man später meist keinen Unterschied mehr zwischen Handaufzuchten und normalen Geburten. Oft sind sie aber zutraulicher als andere Chins.   Unser allererstes, eigenes Chinchillababy, das später Mozart genannt wurde !