Bevor man sich zu dem Kauf eines Chinchillas entschließt, sollte man sich über mehrere Dinge im Klaren sein. Unten sind einige wichtige Fakten aufgeführt, die aber garantiert nicht vollständig sind. Sollte man sich unsicher sein, hilft es meistens einen Chinchillabesitzer um Rat zu fragen, da er viele Fragen ganz leicht beantworten kann. Alter: Chinchillas können bei guter Behandlung bis zu 20 Jahre alt werden. Das heißt, man wird lange mit diesem Tier zu tun haben und sollte sich absolut sicher sein, ob man diese Verantwortung übernehmen möchte. Nagetiere: Ein angeknabbertes Buch oder eine Regalecke unterliegen keiner böswilligen, sondern einer ganz natürlichen Tat. Aufpassen muss man daher beim Auslauf (Kabel etc. unbedingt sichern, auch Höhergelegenes, da Chinchillas gut 1m hoch springen können). Dauerausscheider: Chinchillas legen regelmäßig kleine Köttel ab. Diese sind fest und leicht wegzufegen, man sollte dies aber wissen und darf sich darüber nicht aufregen. Nachtaktivität: Chinchillas sind nachtaktiv und wenn man im gleichen Raum wie sie schläft, darf man sich über nächtliches und lärmendes Spielen nicht wundern. Tagsüber sollten sie ihre Ruhe haben, damit sie ihren natürlichen Rhythmus aufrechterhalten können. Super geeignet sind diese Tierchen also für Berufstätige, da sie erst am späten Nachmittag/frühen Abend aktiv werden. Keine Knuddeltiere: Chinchillas sind keine typischen Knuddeltiere. Wer also ein Tier haben möchte, um es regelmäßig zu streicheln und zu knuddeln, sollte sich nicht auf das Chinchilla festlegen. Kosten: Einmalig müssen Kosten für das Chin selber (variabel je nach Farbe), einem Käfig (variabel je nach Eigenbau/Fertigkauf und Größe) und dessen Ausrüstung (eher gering) übernommen werden. Die monatlichen „Unterhaltskosten“ für ein Chinchilla sind gering. Zu diesen gehören Pellets, Körnermischungen, Heu, Wasser, Sand, Streu, Salz/Leckstein (reichen meist 1-2 Monate) und gelegentliche Leckerchen. Im Schnitt kann man sagen, dass die monatlichen Kosten (je nach Laden, in dem man einkauft) 5-10 Euro betragen. Bei mehreren Tieren reduzieren sich die Kosten pro Chin ungemein durch die größeren Mengen im Einkauf. Mit Kosten für Medikamente oder einem Tierarztbesuch sollte im Hinterkopf immer gerechnet werden. Tiergeschäft/Züchter: Man sollte sich ganz genau überlegen, wo man sich das Chinchilla herholt. In den Tiergeschäften weiß man oft nicht viel über den Hintergrund der Tiere. Auch in Zeitungen günstig angebotene Tiere haben oft nicht genannte Krankheiten oder „Macken“; daher ist es immer wichtig, sich ganz genau über die Tiere zu informieren. Hobbyzüchter sind meist sehr nett und haben viel Ahnung von Chinchillas, vor allem von ihren eigenen Tieren und können viel Hintergrundwissen zu ihren Abgabetieren mitgeben (z.B. Abstammungsnachweis). Zustand Chinchilla: Ein paar wichtige Dinge - Augen und Nase nicht verklebt, Zähne nach dem 4. Lebensmonat leicht gelblich (nicht mehr ganz weiß), kein Sabbern (Zahnanomalien), weiches Fell ohne große Lücken, keine Wunden, normale Fortbewegung, keine Verhaltensauffälligkeiten.   Futter: Damit das Chinchilla nicht von jetzt auf gleich auf anderes Futter umgestellt wird, sollte man immer etwas Futter vom Verkäufer mitnehmen, damit man es langsam mit dem neuen mischen kann.   Allergien: Durch Chinchillahaare sehr, sehr selten. Eher durch Streu, Heu und Sand. Vorher sollte man diese Allergien am besten ausschließen. Anzahl: Chinchillas sollten am bestens mindestens zu zweit gehalten werden, sie sind keine natürlichen Einzelgänger. Sollte man ein Pärchen halten, muss man mit regelmäßigem Nachwuchs rechnen und sich sicher sein, dass man diesen in gute Hände abgeben kann (falls die Tiere nicht sterilisiert sind).  Pflichten: Tägliches Füttern, wöchentliches Käfigsäubern (Pipiecken ggf. öfters rausnehmen), wöchentliches Sandsieben/erneuern, regelmäßiges Wasseraustauschen/Nachfüllen, so oft wie möglich Auslauf geben, immer genau auf Verhaltensänderungen achten. Urlaub: Man sollte sich immer um eine geeignete Urlaubsunterkunft kümmern. Sollte man gerade keine netten Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder dafür zur Verfügung haben, lohnt es sich oft den Hobbyzüchter, bei dem man das Tier erworben hat, zu fragen.